Wichtige Überlegungen vor der Adoption
Unser oberstes Ziel ist es, für jeden unserer Hunde ein liebevolles, passendes und dauerhaftes Zuhause zu finden.
Dabei steht das Wohl der Tiere, eine verantwortungsvolle Vermittlung, sowie eine gute Vorbereitung von Mensch und Hund im Mittelpunkt.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, arbeiten wir eng mit Glücksfellchen Tierhilfe e.V. zusammen.
Der erfahrene Tierschutzverein unterstützt uns mit Herzblut und seiner langjährigen Erfahrung dabei, für unsere Hunde die richtigen Menschen zu finden.
Die Vermittlung unserer Hunde erfolgt deshalb in enger Zusammenarbeit mit Glücksfellchen Tierhilfe e.V. .
Interessierte Adoptanten werden während des gesamten Vermittlungsprozesses kompetent begleitet – von der ersten Anfrage bis über die Adoption hinaus.
Gemeinsam setzen wir uns für transparente Abläufe, verantwortungsvolle Entscheidungen und eine nachhaltige Zukunft unserer Hunde ein.
Bevor sie sich dazu entscheiden, einen Hund als Familienmitglied zu sich zu holen, sollten Sie noch einmal genau überlegen, ob ein Hund und die damit verbundene Verantwortung in Ihr Leben passt und man auch viele Jahre dieser Verantwortung gerecht werden kann.
- Ein Hund ist ein Rudeltier und braucht täglich ausreichend Kontakt zu uns Menschen und Kontakt zu Artgenossen.
- Ein Hund braucht ausreichend Bewegung/ Spaziergänge am Tag. Haben Sie diese Zeit?
- Ist die Anschaffung eines Hunde eine gemeinschaftliche familiäre Entscheidung? Welche Erwartungen haben sie?
- Ist die Hundehaltung erlaubt? Gibt es Tierhaarallergien in der Familie?
- Die Hunde können ein Alter von ca 16 Jahren erreichen. Können sie solange diese Verantwortung übernehmen?
- Sind sie sich sicher, das ihre Lebenssituation oder Planung sicherstellt, dem Hund für eine so lange Zeit ein liebevolles, fürsorgliches Zuhause zu schenken?
- Denken sie an die Urlaubsplanung. Was ist, wenn Sie in den Urlaub fahren möchten und ihren Hund nicht mitnehmen können?
- Können Sie Tierarztkosten bezahlen, auch wenn der Hund einmal eine Operation brauchen sollte?
Bitte sprechen Sie ausführlich mit uns, über Ihre Vorstellungen und eventuellen Bedenken.
Schutzgebühr
Um weiterhin eine verantwortungsvolle Versorgung und Vermittlung unserer Hunde sicherstellen zu können, erhöhen wir die Schutzgebühr ab dem 01.01.2026 auf € 480.
Leider sind auch die Kosten im Tierschutz stark gestiegen; auch in Rumänien.
Insbesondere Ausgaben für medizinische Behandlungen und Operationen schwer verletzter Fundtiere, deren Nachsorge, Impfungen, Kastrationen, die steigenden Unterhaltungskosten der Unterbringung und Versorgung der Tiere, sowie der Transport haben sich deutlich erhöht.
Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis, sondern dient ausschließlich dazu, einen Teil der entstandenen Kosten zu decken und unsere Tierschutzarbeit langfristig aufrechtzuerhalten.
Unterstützung für Adoptanten
Eine Hundetrainerin unterstützt euch vor dem Einzug und in den ersten Tagen
Wir freuen uns, das wir Katrin, Hundetrainerin aus Rösrath bei Köln, in unserem Team begrüßen dürfen!
Mit ihrer Hilfe wollen wir sicherstellen, dass ihr und eure neuen pelzigen Familienmitglieder einen perfekten Start ins gemeinsame Leben haben.
Im Vorfeld des Einzugs eures Hundes aus dem ARI PAWS Tierheim bieten wir euch einen kostenlosen Videocall mit Katrin an, um euch bestmöglich auf die neue Situation vorzubereiten! Danach besteht die Möglichkeit bei Katrin ein kostengünstiges Videocall-Paket zu buchen, falls ihr weitere Unterstützung nach dem Einzug der Fellnase benötigt.
Für alle aus dem Kölner Raum gibt es sogar die Möglichkeit eines vergünstigten Einzelcoaching bei Katrin zu buchen. Hier kann das Training individuell vom Inhalt und dem Trainingsort auf eure Bedürfnisse abgestimmt werden.
Tipps für die Eingewöhnung
Danke, dass Sie sich für einen Hund aus unserem Verein entschieden haben und diesem somit eine Chance auf ein neues Leben geben.
Mit dem Einzug des Hundes beginnt jetzt ein ganz besonderer Abschnitt für Sie und Ihr neues Familienmitglied. Gerade die ersten Wochen sind sehr wichtig, um sich aufeinander einzuspielen und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Mit einem Tierheimhund nehmen Sie auch immer ein Stück seiner Vergangenheit, die vielleicht nicht immer gut war, bei sich auf. Es liegt jetzt an Ihnen, dem Tier in den kommenden Wochen zu zeigen, dass die Zeit der Einsamkeit, Angst, Unsicherheit und Langeweile endgültig vorbei ist.
- das Wichtigste ist: geben Sie Ihrem Hund genügend Zeit! Insbesondere am Tag, an dem Sie ihn nach Hause holen, sollten Sie alles sehr langsam angehen. Lassen Sie Ihr neues Familienmitglied in aller Ruhe ankommen und sein neues Zuhause in Ruhe erkunden. Rufen Sie ihn nicht ständig zu sich. Gehen Sie nicht alle gleichzeitig auf ihn zu und bedrängen Sie ihn nicht. Auch kann es ihn überfordern, wenn alle auf ihn einreden und ihn mit Leckerchen überschütten wollen.
- Am Besten beobachten Sie ihn einfach nur. Sprechen Sie ruhig und geduldig mit ihm. Wenn er nicht auf Sie reagiert, werden Sie nicht lauter. Ein scharfes Sprechen wird ihn eher verunsichern. Der Klang der deutsche Sprache ist ihm auch noch nicht vertraut.
- Körperliches Bedrängen, wie z.B. umarmen, was Kinder sehr gerne tun, sollte auf alle Fälle vermieden werden! Dies kann von einem Hund als Bedrohung empfunden werden.
- Geben Sie dem Hund und sich Zeit. Überfordern Sie den Hund nicht, indem Sie gleich am ersten Tag, die ganze Familie, Nachbarn oder Freunde einladen- ihn „vorführen“, längere Zeit außer Haus sind oder Aktivität an Aktivität reihen.
- Allerdings ist es trotzdem wichtig, den Hund an Besuch zu gewöhnen; er soll merken, dass auch Besucher zum Alltag gehören. Verknüpfen sie den Besuch positiv, mit etwas Schönen für den Hund. ( ein kurzes Spiel, ein Leckerli)
- Gewöhnen Sie den Hund langsam und ihn kleinen Abschnitten daran, dass es völlig in Ordnung ist, auch mal alleine zu bleiben. Lassen Sie ihn in einem Zimmer und gehen sie ins nächste Zimmer für kurze Zeit, ohne ihn.
- Machen Sie keine große Zeremonie beim Abschied oder Wiedersehen. Es ist völlig normal, wenn sie weggehen. Geben Sie ihm z.B. einen Futterkong, mit dem er sich beschäftigen kann. Wenn Sie so die erste Zeit des Alleinseins überbrücken, wird es für den Hund leichter sein, auch längere Zeit alleine zu sein.
- Bieten Sie dem Hund mehrere Schlafplätze an. Sorgen sie dafür, das er einen ruhigen Rückzugsplatz hat, an dem nicht ständig jemand vorbei geht. So können gerade unsichere Hunde ihre neuen Menschen beobachten und sich an Sie gewöhnen.
- Geben Sie dem Tier Sicherheit durch einen geregeltem Tagesablauf mit Spaziergängen, Zeiten der liebevollen Zuwendung, des Spielens.
- Lassen Sie den Hund an einem festen Platz essen, an dem er sich wohl fühlt.
- Auch ist es wichtig, dass alle Familienmitglieder sich um den Hund kümmern und ihn füttern.
- Scharfe Worte, Ungeduld, ungerechtes Verhalten, zügellose Wut und Unbeherrschtheit zerstören das Vertrauen, das sich ja langsam bei Ihrem Hund aufzubauen beginnt. Das wäre fatal für einen Beziehungsaufbau. Bei Unsicherheiten oder Überforderung sprechen Sie bitte Ihren Vermittler an.
- Mitgefühl, Respekt und Einfühlungsvermögen ist das, was der Hund jetzt dringend von Ihnen braucht. Mitleid wird ihn eher verunsichern.
- Viele dieser Hunde hatten wahrscheinlich eine Vergangenheit, die nicht so glücklich war, sie haben ihre vertraute Umgebung verloren, wurden vielleicht misshandelt oder immer weggescheucht oder sind im Tierheim aufgewachsen. Gerade diese Hunde brauchen eine konsequente Führung, einen Menschen, an dem sie sich orientieren können. Zeigen Sie ihrem Hund, was Sie von ihm erwarten, setzen Sie ihm Grenzen und sagen Sie ihm, was er darf und was nicht.
Eine Entscheidungsfreiheit würde ihren Hund völlig überfordern. Nehmen Sie ihm den Druck der Entscheidung ab und geben Sie ihm Halt und Führung. - Machen Sie es dem Hund mit einem respektvollen, fairen und konsequenten Umgang deutlich. Konsequenz hat nichts zu tun mit Druck und Zwängen.
- Es gilt jetzt in erster Linie Vertrauen aufzubauen. Förderlich dafür sind gemeinsame Spiele, Aktivitäten und auch die Handfütterung. Ruhige Spiele eignen sich da am besten. Man kann Suchspiele im Haus, Garten oder auch unterwegs mit dem Hund machen. Gesucht werden kann Futter, Spielzeug oder auch Personen. Loben Sie ihn viel und freuen Sie sich ausgiebig über die Dinge, die er gut macht.
Kinder und Hunde
Generell ist es zu empfehlen, dass Kinder und Hunde nicht alleine miteinander sind. Es kann immer zu unvorhersehbaren Situationen kommen.
Kinder könnten dem Hund versehentlich weh tun, ihm sein Spielzeug oder Futter wegnehmen – und dann kann es passieren, dass die Grenze der Toleranz des Tieres überschritten ist.
Zeigen Sie Ihren Kindern den richtigen und respektvollen Umgang mit dem Hund. Ein Hund ist kein Spielzeug, sondern dieser hat seine Bedürfnisse und Empfindungen, die sich in vielen Punkten nicht so sehr von unseren Bedürfnissen unterscheiden.
Erklären Sie Ihren Kindern eindringlich, dass ein Hund auf keinen Fall gestört werden darf, wenn er:
- frisst
- schläft
- mit seinem Kauknochen oder seinem Spielzeug beschäftigt ist
- sich auf „seinen“ Platz zurückgezogen hat
- in eine Auseinandersetzung mit einem anderen Hund verwickelt ist.
Bis der Hund umweltsicher ist, darf er nur angeleint spazieren geführt werden!
Mit umweltsicher sind, Jogger, entgegenkommende Hunde, laute Geräusche, Züge, Flugzeuge, LKW, Sirenen usw. gemeint.
Der neue Hund muss entweder mit einem Sicherheitsgeschirr oder aber an einem Geschirr und Halsband doppelt gesichert sein! Dies ist einer der wichtigsten Punkte die es beim Einzug eine Hundes zu beachten gibt.

Haben Sie einen unsicheren Hund und haben Sie ein eingezäuntes Grundstück, dann üben sie das an der Leine laufen im geschlossenen Grundstück. Es ist nicht notwendig sofort mit einem Hund spazieren zu gehen, wenn man einen Garten hat. Lassen Sie ihm ein paar Tage Zeit, um anzukommen.
Es ist fast immer gut, mit einem anderen Hundebesitzer und dessen Hund spazieren zu gehen. An einem gut sozialisierten Artgenossen kann Ihr Schützling sich gut orientieren, sich viel abschauen und lernen.
Stubenreinheit
Der Umzug vom Tierheim in ein neues Zuhause ist für den Hund in der Regel sehr aufregend. All die neuen Eindrücke und der neue, ungewohnte Tagesablauf an das muss sich der Hund erst gewöhnen.
Welpen sind grundsätzlich nicht stubenrein. Sie müssen dies den Welpen erst beibringen. Es ist wichtig, mit den Hunden oft raus zugehen, auch Nachts, und sie zu loben, wenn sie ihr Geschäft draussen erledigt haben. Sollte Ihr Hund, ohne das Sie dabei waren, ins Haus gemacht haben, machen Sie es bitte kommentarlos weg. Ein Hund bringt ein späteres Schimpfen damit nicht mehr in Verbindung. Ein Schimpfen sollte immer angemessen sein, der Hund sollte danach wissen, dass dies nicht erwünscht ist, aber er sollte nicht vor Angst unter sich machen oder andere Angstmerkmale zeigen.
Füttern Sie dem Tier bei starkem Durchfall kein Dosenfutter, sondern nur leicht verdauliche Kost. Gekochte Möhren ( Morosuppe), gekochtes Hühnchen und die daraus entstandene Brühe eignen sich dafür. Achten sie darauf, das der Hund genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Halten die Symptome an, stellen Sie den Hund nach spätestens 2 Tagen Ihrem Tierarzt vor.
Wasser muß ein Hund immer zu jeder Zeit zur Verfügung haben.
Zusammenführung mit schon vorhandenen Hunden
Wenn Sie schon einen Hund haben, dann sollten Sie die Einführung des neuen Familienmitglieds vorsichtig angehen. Organisieren Sie ein Treffen auf neutralem Gelände, mit einem Helfer und gehen Sie erst mal miteinander spazieren, wobei jeder Hund zunächst angeleint ist. Ideal ist am Anfang, jeden Hund auf der abgewandten Seite zu führen, also: Hund – Mensch – Mensch – Hund. Danach lässt man die Hunde an lockerer Leine direkt nebeneinander laufen.
Den eigentlichen Einzug kann man dann am konfliktlosesten gestalten, wenn der neue Hund zuerst in der Wohnung ist und der schon vorhandene Hund dann dazukommt. Wenn der neue Hund dann eingezogen ist, sollte man die Hunde anfangs genau beobachten, um mögliche Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen. Auch hier wieder gewünschtes Verhalten loben.
Potentielle Konfliktherde, wie herumliegendes Spielzeug oder Futter sollte man wegräumen. Jeder Hund hat selbstverständlich seinen eigenen Platz, wo er ungestört sein kann. Es ist toll, wenn die Hunde miteinander spielen. Bitte achten Sie darauf, dass keiner den Anderen bedrängt. Unterbrechen Sie das Spiel, wenn es zu wild wird, ein Hund zu dominant ist und die Situation zu kippen droht.
Krankheiten
Mit Mittelmeerkrankheiten sind umgangssprachlich eine Reihe von Krankheiten gemeint, von denen Hunde aus wärmeren Gebieten, insbesondere aus Süd- und Südost-Europa befallen sein können. Dabei ist die Bezeichnung ‚Mittelmeerkrankheit‘ keine medizinische Kategorie. Man könnte diese Hundekrankheiten auch als Reisekrankheiten des Hundes bezeichnen, denn auch Hunde, die dort nur zeitweise Urlaub machen, sind den Krankheitserregern ausgesetzt und können manchmal viele Monate später erkranken. Unbehandelt oder zu spät erkannt, können diese Krankheiten zum Tod des Hundes führen. Zu den Mittelmeerkrankheiten zählen insbesondere die Anaplasmose, Babesiose, Borreliose, Ehrlichiose, Dirofilariose, Hepatozoonose und Leishmaniose.
Eine Mittelmeerkrankheit ist zum Zeitpunkt des Grenzübertritts oft schwer oder gar nicht diagnostizierbar – insbesondere dann, wenn sich der Hund erst kurz vor dem Grenzübertritt infiziert hat. Deshalb sind die Gesundheitstests beim Grenzübertritt aufgrund der langen Inkubationszeit der meisten Krankheiten nicht wirklich aussagefähig. Tierärztlich empfohlen werden die Test`s nach 6 Monaten der Einreise aus dem Mittelmeerraum und natürlich bei Symptomen.
Eventuelle Probleme
Beachten Sie, dass ein neuer Hund seine Eigenschaften und ein mögliches unerwünschtes Verhalten erst nach einiger Zeit zeigt. Oft zeigen sich erst nach 1 bis 2 Monaten, nachdem der Hund aufgetaut ist, eventuelle Probleme. Gehen Sie gegen unerwünschtes Verhalten von Anfang an konsequent, liebevoll vor. Bitte sprechen Sie schon bei den kleinsten Anzeichen problematischer Verhaltensweisen oder Unsicherheiten mit Ihrem Vermittler, einem Tierarzt oder Hundetrainer. Je länger ein unerwünschtes Verhalten gezeigt wird, desto länger und schwieriger wird es, dies wieder zu verändern.
Die meisten Strassenhunde sind sehr anpassungsfähig und lernen schnell. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die Hunde sich entspannen und ihr neues Leben glücklich und dankbar annehmen.
Es ist so erfüllend und schön, einem Tier seinen Wert, seine Seele und sein Lachen wiederzugeben!
Wir wünschen Ihnen und Ihrem neuen Mitbewohner eine lange glückliche Zeit miteinander.
Ihr Ari Paws Team
